Über uns
Die Geschichte:
110 Jahre Innsbrucker Schwalben im Wechsel der Zeiten
Unter dem Motto „rasch wie der Schwalbe Flug“ fanden sich einige Freunde Ende des Jahres 1899 im Gasthaus Delevo in der Maria-Theresien-Straße ein, um den Radfahrerverein „Innsbrucker Schwalben“ zu gründen. Die Idee kam von der Teilnahme einiger Gründer am Bundestag des Deutschen Radfahrerverbandes in München im Sommer dieses Jahres. Folgerichtig übernahmen auch gleich die fünf Jahre früher gegründeten „Münchner Schwalben“ die Patenschaft und ließen es sich nicht nehmen, für die Innsbrucker einen eigenen Marsch komponieren zu lassen und als Gastgeschenk zu überreichen.
Es war eine Begeisterung für das vor zwei Jahrzehnten erfundene Niederrad mit Kette ausgebrochen. Technikeuphorie, Pioniergeist, Freiheit und Erlebnisdrang taten ein Übriges. Das Zusammengehörigkeitsgefühl war weit ausgeprägter als in der heutigen individualistischen Zeit. Die Pflege des Radsports und der Geselligkeit waren die Zweckelemente des Vereins und sind es bis heute geblieben.
Es gab damals über ein Dutzend Radfahrvereine in Innsbruck. Die „Schwalben“ haben überlebt. Unsere frühen Mitglieder Albert Oblinger, die Tour de France, und der oftmalige Bergmeister Hans Mair waren vor dem 2. Weltkrieg bei Paris-Roubaix am Start. Nach 1946 richtete sich der Verein unter der Organisation des frühreren Rennfahrers und legendären Funktionärs Hans Waroschitz wieder auf und der Fahrer Richard Menapace war zweifacher Österreich-Rundfahrtssieger. Später kamen Walden, Wechner, Praschberger, Hofmann, Falch und Sendermann hinzu und errangen viele Siege für die Innsbrucker Schwalben.
Anfang der 70er Jahre übernahmen Ernst Dengg als Obmann und Walter Falch als sportlicher Leiter die Geschicke des Vereins und führten sie durch kontinuierliche Arbeit zur besten Vereinsmannschaft Ender der 80er Jahre in Österreich. Georg Totschnig, Mario Traxl, Gerhard Trampusch, Armin Purner, Andreas Hahn, Gerhard Kröll, Martin Eder waren die Protagonisten dieser Zeit, als es noch den Amateurstatus gab. Wir wollen auch nicht diese zwei vergessen: Ossi Kircher und Bernhard Brucic, beide hochtalentierte Radsportler mit vielen Siegen, die bei Unfällen leider viel zu früh ihr Leben verloren.
Mit der Einführung der Einheitslizenz und der damit verbundenen rennsportlichen Tätigkeit auf gehobener Leistungsebene ausschließlich als Profi verlegte sich der Verein auf die Ausbildung des Nachwuchses bis zum Juniorenstatus. Diese letzten 12 Jahre unter der Leitung von Marin Eder und dessen Vater Gottl Eder waren mit den Jugendlichen eine einzigartige Aneinanderreihung von sportlichen Erfolgen. Christof Schlögl, Harald Berger, Michael Neumann, Clemens Fankhauser, Stefan Denifl, Alexander Egger, Stefan Mair und nicht zuletzt unser souveränes Mädchen Jaqueline Hahn haben in diesen Jahren den österreichischen Radsportnachwuchs beherrscht, sind österreichische Meister geworden, haben zweimal die internationale OÖ-Rundfahrt und viele, viele Rennen gewonnen.
Alle diese Erfolge und rennsportlichen Tätigkeiten, die dem Verein jedem Rennfahrer auch ohne große Siege aber mit entsprechender Begeisterung und Einstellung zugestanden wurden, waren in den letzten 35 Jahren nur mit Unterstützung unserer renommierten Gönner und Sponsoren möglich. Angefangen von den Firmen SIEBENFÖRCHER, PEUGEOT, MAZDA, LOOK, LATTELLA, TIROL MILCH, SCOTT, RECHEIS, BÄCKER RUETZ, den Geldinstituten TIROLER SPARKASSE und RAIFFEISEN BANK, dem ÖAMTC und ASVÖ, dem Ausstatter KAPPA, dem LAND TIROL und der STADT INNSBRUCK… alle haben uns über die Jahre geholfen selbst Rennen und Touristikveranstaltungen durchzuführen, unsere Rennfahrer zu den Rennen zu bringen, sie zu betreuen, zu den Trainingslagern zu senden und insgesamt als lebendiger und tatkräftiger Verein dazustehen.
Der Dank nach allen Seiten, auch nach oben, nach 110 Jahren Bestand mit seinen vielen Radfahrergenerationen mit oder ohne Lizenz, den Funktionären und Helfern, die den Verein belebt haben, kann in diesen kurzen Zeilen gar nicht genug ausgedrückt werden.
Mögen die INNSBRUCKER SCHWALBEN einer weiterhin guten Zukunft entgegengehen!
Obmann Günter Schwarz
|