Die Bedeutung der Mineralstoffe

Mineralstoffe liegen meistens als geladene Teilchen im Organismus vor und werden auf Grund dessen auch als Ionen oder Elektrolyte bezeichnet, außerdem sind sie ein wichtiger Bestandteil unserer Knochen. Mineralstoffe sind für die Aufrechterhaltung der Zellmembran, des osmotischen Druckes (der Druck des Wassers auf eine Membran) und die elektrische Reizleitung zuständig. Ein Mangel an Mineralstoffen kann durch zu niedrige Aufnahme beziehungsweise an zu hoher Ausscheidung in Form von Schweiß, Erbrechen oder Durchfall liegen. Jedoch kann dieser Mangel durch eine abwechslungsreiche Kost leicht wieder behoben werden. Man sollte jedoch auch darauf achten, dass man nicht zu viele Mineralstoffe zu sich nimmt, denn durch die tägliche Zufuhr von Kochsalz kann dieser Wert sehr schnell überstiegen werden und verursacht häufig bei der nichtsporttreibenden Bevölkerungsgruppe Bluthochdruck. (vgl. Konopka 2015, S.91)

 

Die Funktion der Mineralstoffe im Körper

 

Mineralstoffe  Funktion
Natrium Aufrechterhaltung des osmotischen Druckes – zuständig für die Enzymaktivierung
Chlor Bedeutsam für den osmotischen Druck und zuständig für die Bildung von Magensalzsäure
Kalium Zuständig für das bioelektrisches Verhalten der Zelle
Phosphor Zuständig für: Knochenaufbau, Bestandteil von Zellstrukturen und den Membrantransport
Calcium Spielt eine Rolle bei der Muskelkontraktion, der neuromuskulären Erregung und der Blutgerinnung
Magnesium Wirkt beim Knochenaufbau und der Enzymaktivierung mit
Silicium Hilft beim Aufbau von Knochen, Bindegewebe, Knorpelsubstanz und Arterienwänden

(vgl. Konopka 2015, S.93)

Die einzelnen Spurenelemente und ihre Funktion im Körper
 
Allgemeines zu den Spurenelementen

Im Vergleich zu den anderen Bestandteilen der Nahrung weiß man über die Bedeutung der Spurenelemente noch wenig. Die wichtigsten Spurenelemente für den Organismus sind jedoch: Eisen, Jod, Selen, Zink, Kupfer, Mangan und Fluor. (vgl. Konopka 2015, S.91)

 

Die einzelnen Spurenelemente und ihre Funktion

Eisen

„Eisen ist ein Bestandteil  von Hämoglobin, dem roten Blutfarbstoff der Sauerstoff bindet und diesen innerhalb des Organismus transportiert, sowie vom Myoglobin, dem Sauerstoffspeicher im Muskel, und spielt im Zusammenhang mit dem aeroben Energiestoffwechsel eine wesentliche Rolle.“ (Claudia Pauli 2016, S.162). Eisen kommt in Fleisch, Schnittlauch und Vollkornprodukten häufiger beziehungsweise konzentrierter vor als in anderen Lebensmitteln. Der tägliche Bedarf an Eisen liegt im Durchschnitt bei 10mg bei Männern und 18mg bei Frauen, da diese bei der monatlichen Blutung verhältnismäßig viel Eisen verlieren. (vgl. Konopka 2015, S.94)

 

Jod

Das Spurenelement Jod übernimmt gleich mehrere Aufgaben im Körper. Jod wirkt auf die Funktionsweise der Schilddrüse ein und diese bildet wiederum Hormone die sich positiv auf das Herz, den Fettstoffwechsel und den Kohlehydratstoffwechsel auswirken. Ein Mangel an Jod macht sich durch häufigeres frieren, Müdigkeit und Leistungsrückgang bemerkbar. Um einen solchen Mangel vorzubeugen sollte man sich ab und zu von Meerestieren ernähren, da diese ausgezeichnete Jodlieferanten sind. Wer kein Fan von Meerestieren ist, findet das Jod auch in zwei tierischen Produkten wie zum Beispiel Milch und Eiern. (vgl. Claudia Pauli, S. 164)

Selen

Ausreichend Selen im Organismus wirkt vorbeugend auf Krebs- und Herzkreislauferkrankungen. Des Weiteren hat es einen positiven Einfluss auf das Immunsystem. (vgl. Claudia Pauli 2016, S. 165)

Zink

Zink fungiert als Enzymbaustein und spielt auch bei der Enzymaktivierung eine wesentliche Rolle. Des Weiteren benötigt der Organismus das Spurenelement für die Immunabwehr und für den Wachstumsprozess. Für Athleten und Athletinnen ist Zink sehr essentiell da es die Heilung von Wunden fördert und unterstützt. (vgl. Claudia Pauli 2016, S. 165)

2.5.3 Die wichtigsten Mineralstoffe

Chlor und Natrium

Der Mineralstoff Chlor und der Mineralstoff Natrium werden meist zusammen erwähnt, da sie die Verbindung Natriumchlorid (Kochsalz) bilden. Die beiden Mineralstoffe sind bei der Erregungsbildung der Muskeln und des Nervensystems von Bedeutung, zudem sind sie aber noch für den osmotischen Druck (extrazellulär) bedeutend. Ein zu hoher Anteil an Kochsalz kann sich negativ auf den Organismus auswirken. Beispielsweise neigen Menschen, welche zu viel Kochsalz durch ihre Ernährungsweise aufnehmen, dazu an  Bluthochdruck zu erkranken. (vgl. Claudia Pauli 2016, S. 157 -158)

Kalium

Der Mineralstoff Kalium hat mehrere Funktionen im menschlichen Organismus. Zum einem spielt es bei der Nervenimpulsübertragung und der Muskelkontraktion eine Rolle, zum anderen aber auch bei der aeroben Energiegewinnung (Energiegewinnung im Ausdauerbereich). Ein Mangel an Kalium durch falsche Ernährung oder beispielsweise einer Durchfallerkrankung kann zu einer Muskelschwäche und einem generellen Absinken der Leistungsfähigkeit bei Leistungssportlern und Leistungssportlerinnen führen. (vgl. Claudia Pauli 2016 S. 158)

Kalzium

Kalzium spielt beim Aufbau und der Festigung von Knochenstrukturen eine Rolle. Wird dem Organismus zu wenig Kalzium hinzugefügt, entzieht man dem Knochen seine Festigkeit. Im schlimmsten Fall kann dies zu Osteoporose (Knochenschwund) führen. Wer viel Kaffee beziehungsweise Alkohol trinkt, hat einen sehr hohen Kalzium Verlust. (vgl. Claudia Pauli 2016, S.159)

Magnesium

Magnesium ist im Zusammenhang mit der aeroben Energiegewinnung und der Muskelkontraktion von Bedeutung. Eine Mangelversorgung an Magnesium kann Zuckungen beziehungsweise Krämpfe in der Muskulatur verursachen. Magnesiumreiche Ernährung kann vor allem in einer stressigen Situation eine wohltuende Auswirkung haben. (vgl. Claudia Pauli 2016, S. 160)

Phosphor

Phosphor ist neben Kalzium ebenfalls für die Festigung der Knochenstruktur zuständig. Zudem hat es aber noch eine Bedeutung im Säure-Basenhaushalt des Organismus sowie bei der Abgabe des Sauerstoffes an das Muskelgewebe. Liegt eine Mangel an Phosphor vor kann es zu einem Abfall der Leistungsfähigkeit kommen und zu einem Abbau an Knochenmasse. (vgl. Claudia Pauli 2016, S. 161)

 

Die Bedeutung der Mineralstoffe und Spurenelemente im Belastungsstoffwechsel

Bei körperlicher Belastug und dem damit verbundenen Schweißverlust gehen viele Mineralstoffe und Spurenelemente verloren. Bei einem Verlust von einem Liter Schweiß gehen ca. 2,7-3g Mineralstoffe verloren. Ein Leistungssportler beziehungsweise eine Listungssportlerin verlieren bei einer durchschnittlichen Trainingseinheit ca. 2-5 Liter Schweiß pro Tag und somit ist der Mineralstoff- und Spurenelementbedarf gegenüber dem Nichtsportler verdreifacht.

Um einen optimalen Stoffwechsel oder eine normale Muskelfunktion beziehungsweise eine normale Nervenleitung zu gewährleisten sind Mineralstoffe und Spurenelemente unerlässlich. In diesem Zusammenhang ist vor allem die Bedeutung der Antioxidantien zu erwähnen. Bei den Spurenelementen sind in diesem Fall Zink und Selen zu nennen. Antioxidantien sind sogenannte Helfer, die den Organismus vor den freien Radikalen (= Atome oder Moleküle die ein freies, ungepaartes Elektronenpaar besitzen. Aufgrund dessen sind sie sehr instabil und ihre Halbwertszeit beträgt nur einige Mikrosekunden und in dieser Zeit reagieren sie mit allem Stoffen, die sie umgeben und dies führt zu Kettenreaktionen innerhalb des Organismus und oft sind Zelleschädigung die Folge.) Diese Antioxidanzien sind also chemische Verbindungen die eine Oxidation von anderen Stoffen, solcheine Oxidation tritt häufig bei Reaktionen der freien Radikalen auf, verlangsamen oder sogar komplett verhindern und somit den Organismus vor Zellschädigungen schützen. (vgl. Konopka 2015, S.159)

 

 
weitere Literatur:
·       Das Praxis Buch der Sportler Ernährung, Prof.Dr.Michael Hamm, Jakob Ogielda
·       Sport Ernährung – der Weg zur optimalen Leistung KOMPAKT, Claudia Pauli
·       Sporternährung Grundlagen/Ernährungsstrategien/Leistungsförderung, Dr.med. Peter Konopka