Allgemeines

Oftmals verbindet man mit dem Terminus „Fett“ etwas Negatives, da es häufig mit dem Übergewicht in Verbindung gebracht wird. Das Fett ist jedoch eine der wichtigsten Energiequellen in unserem Körper, denn auch schlanke Ausdauerathleten nützen das Fett als Energiequelle. Das Fett ist die konzentrierteste Energiequelle in unserem Körper, denn ein Kilogramm Körperfettgewebe besitzt ca. 7000 Kilokalorien. Damit man 7000 Kilokalorien verbrennt, müsste man ca. 5 Stunden mit dem Rennrad im Grundlagenbereich trainieren. An diesem Beispiel wird verdeutlicht wie hoch das Energiepotenzial im Körperfettgewebe ist. (vgl. Michael Hamm und Jakob Ogielda 2015, S.80)

Der Fettstoffwechsel

Fette als Energiequelle sind sehr wichtig man muss sie aber richtig nützen, denn andernfalls können diese Fettreserven Übergewicht verursachen. Der körpereigene Fettstoffwechsel ist für die Verbrennung beziehungsweise Freisetzung dieser Energiequellen notwendig. Der Fettstoffwechsel ist keine Funktion im Körper die immer stetig und bei jedem Menschen gleich abläuft, denn mit vielen und langen Trainingseinheit im Grundlagenbereich, entspricht ca. 140 Herzschläge pro Minute, kann man den Fettstoffwechsel aktivieren. Auf Grund dieser Tatsache verbrauchen trainierte Menschen bei selber Belastung, wie jemand der eine etwas bequemere Lebensstil führt, ca. vier-fünfmal so viel Fett. (vgl. Michael Hamm und Jakob Ogielda 2015, S.80)

 

Die verschiedenen Fette und ihre Funktion

 

Man unterscheidet drei Arten von Fetten: gesättigte Fettsäuren, einfach ungesättigte Fettsären und mehrfach ungesättigte Fettsären. Der menschliche Organismus ist in der Lage die gesättigten Fettsäuren und die einfach ungesättigten Fettsäuren zu produzieren, daher müssen diese zwei nicht unbedingt durch die Nahrung aufgenommen werden. Die mehrfach ungesättigten müssen dem Organismus jedoch von Außerhalb zugeführt werden. Diese Fettsäuren sollten immer ausreichend im Körper vorhanden sein, da dieser auf die Fette angewiesen ist und ohne den Fetten bestimmte Prozesse im Körper nicht richtig ablaufen. (vgl. Claudia Pauli 2016, S. 106)

 

Die Funktion der Fette im Organismus

·      Die Fette sind für die Aufrechterhaltung der Körpertemperatur, in Form des Unterhautfettgewebes, zuständig.

·      Sie sind wie die Proteine ein körpereigener Baustoff, beispielsweise für Hormone

·      Fette fungieren als Energieträger

·      Durch die verschieden Fettsäuren wird die Aufnahme von Vitaminen ermöglicht

·      Sie gewährleisten optimale Abläufe im Zellstoffwechsel

·      Des Weiteren dienen sie als Schutzeinrichtung für druckempfindliche Organe

(vgl. Claudia Pauli 2016, S.106)

Die Auswirkung auf den Organismus

Fettsäuren Vorkommen Immunsystem Entzündungsreaktion Blutfette
Gesättigte Fettsäuren Butter, fetter Käse ungünstig neutral ungünstig
Einfach ungesättigte Fettsäuren Oliven und Oliven Öl gut gut Gut
Mehrfach ungesättigte Fettsäuren Distelöl und Sonnenblumenöl neutral ungünstig neutral
 
   
     

( Claudia Pauli 2016, s.109 )

 Die Wichtigkeit der Fettsäuren für Sportler

Das Fett ist für Athleten von besonderer Bedeutung, da es ein hohes Energiepotenzial hat, aus dem die Sportler schöpfen können. Aber nicht nur die Funktion als Energiepolster ist den Athleten wichtig, sondern auch die entzündungshemmende Wirkung. In diesem Zusammenhang spielt vor allem die Omega-3-Fettsäure, welche zu der Übergruppe der mehrfach ungesättigten Fettsäuren zählt, eine bedeutende Rolle. Denn bei der Weiterverarbeitung von Omega-3-Fettsäuren entstehen entzündungshemmende Wirkstoffe, die den aggressiven Verbindungen, welche im Organismus bei intensiver Belastung entstehen und Entzündungen im ganzen Körper auslösen können, entgegen. (vgl. Claudia Pauli 2016, S.108)

 

 
weiterführende Literatur:
·       Das Praxis Buch der Sportler Ernährung, Prof.Dr.Michael Hamm, Jakob Ogielda
·       Sport Ernährung – der Weg zur optimalen Leistung KOMPAKT, Claudia Pauli
·       Sporternährung Grundlagen/Ernährungsstrategien/Leistungsförderung, Dr.med. Peter Konopka