Allgemeines:

Kohlenhydrate sind eine der wichtigsten Energielieferanten eines Athleten. Kohlenhydrate findet man fast in jeder Mahlzeit, aber Kohlenhydrat ist nicht gleich Kohlenhydrat. Als Leistungssportler sollte man vor allem geeignete Kohlenhydrate mit einem niedrigem Glykämischen Index [GI] (= die Wirkung der Kohlenhydrate auf den Blutzucker) zu sich nehmen. Diese sogenannten komplexen Kohlenhydrate sättigen gut und haben eine höhere Nährstoffdichte, auf welche der Körper bei extremen Leistungen leichter zurückgreifen kann. Kohlenhydrate mit niedrigem GI enthalten viele weitere Stoffe wie zum Beispiel Vitamine, Mineralstoffe und auch Spurenelemente, welche sich positiv auf das Wohlbefinden und das Gleichgewicht des Energiehaushaltes des Athleten auswirken. (Online Quelle: Dr.Bächle und Rauth: „Sporternährung-Ernährungsempfehlungen in: http://www.ernaehrung.de/tipps/sport/kohlenhydrate-proteine-fette.php (dl.7.10.16, 20.10))

 

Zusätzliche Informationen

Lange glaubte man, dass Kohlenhydrate der wichtigste Teil der Ernährung seien, jedoch heutzutage weiß man, dass auch Fette und Eiweiße eine wichtige Rolle spielen. Viele Athlete versuchen sich sogar weitgehen Kohlenhydratreduziert zu ernähren, um den Fettstoffwechsel anzuregen. Ein weiteres Problem an den Kohlenhydraten ist, dass wenn man sie nicht sofort nützt, baut sie der Körper als Fettpolster an. (vgl. Feil 2014,S.23)

 

Kohlenhydrate und körperliche Belastung

Im Ruhezustand, benötigt der Körper ca. 90% Fettsäuren und nur 10% Kohlenhydrate. Die 10% Kohlenhydrate dienen nur zur Versorgung des Gehirns und den roten Blutkörperchen, da diese mit Glukose versorgt werden müssen. Dieses 10:90 Verhältnis ändert sich jedoch sehr schnell, denn sobald man den Körper mit leichten, sportlichen Aktivitäten belastet, ändert sich auch das Verhältnis von 10:90 zu 50:50. Je intensiver die körperliche Belastung wird, umso mehr greift der Organismus auf die Energie der Kohlenhydrate zurück und das Verhältnis der Energiezufuhr ist dann 90% Kohlenhydrate und nur noch 10% Fettsäuren. Der Grund wieso sich dieses Verhältnis je nach Belastungsintensität ändert liegt darin begründet, dass die Energie, die der Körper in der Belastungszeit aus den Kohlenhydraten gewinnt, höher ist als die Energiemenge beim Fett. Des Weiteren können Kohlenhydrate bei anaerober Belastung viermal so schnell und bei aerober Belastung doppelt so schnell freigesetzt werden als beispielsweise die Energie des Fettes. Die Oxidation der Kohlenhydrate liefert pro Liter aufgenommenen Sauerstoff ca. 8,6% mehr Energie als die Verbrennung von Fett. Für das Verbrennen von Fettsäuren hat der Körper bei sportlichen Aktivitäten nicht genug Sauerstoff zu Verfügung, damit die Oxidation auch effizient genug ist. (vgl. Friedrich 2008,S.42 und 43)

 

Der Einfluss der Kohlenhydrataufnahme auf die Leistungsfähigkeit.

Einige Studien haben bewiesen, dass die Aufnahme von Kohlenhydraten während einer sportlichen Belastung zu einer Leistungssteigerung führen kann.  Der Grund dafür ist das gespeicherte Glykogen in unseren Muskelfasern. Der Muskel baut das Glykogen ab und dieser Prozess ermöglicht uns die Muskulatur und den Organismus sehr intensiv zu belasten. Daher sind große Muskelglykogenspeicher auch bei relativ kurzen jedoch sehr intensiven Trainingseinheiten von Vorteil. Die Größe und Kapazität des Glykogenspeichers in der Muskulatur kann man sich antrainieren und auf Grund dessen haben Ausdauersportler oft einen doppelt so großen Musekelglykogenspeicher als Personen, welche nur sehr selten Sport betreiben. Ist jedoch der Kohlenhydratspeicher in der Muskulatur aufgebraucht, greift der Körper auf das Leberglykogen zurück. Dieses Leberglykogen versorgt das Blut mit Traubenzuckermolekülen um somit den Blutzuckerspiegel möglichst im Gleichgewicht zu halten. Gerät jenes Gleichgewicht ins Schwanken, bedeutet das eine große Gefahr für das Nervensystem, da dieses auf die Versorgung durch Glucose angewiesen ist. Kommt es zu einen solchen Blutzuckerabfall, spricht man oft von der Unterzuckersymptomatik (Hypoglykämiesymptomatik). Sobald ein Sportler in diesen Bereich kommt, dass der Kohlehydratspeicher in der Muskulatur aufgebraucht ist, dann sinkt die Leistungsfähigkeit rapide. Die Symptome, welche Sportler mit Unterzucker aufweisen sind nämlich alles andere als positiv. Es beginnt bei einem leichten Hungergefühl, Kraftlosigkeit, Zittrigkeit, Schweißausbrüchen bis hin zu schwarzwerden vor den Augen.( (vgl. Friedrich 2008: S.44 48) (vgl Konopka 2015,S.55)